Findelkind

Das Stück von Klaus Frenzel, das er in Anlehnung an den Theatertext "Algot Storm (Herr Sturm und sein Wurm)" nach einem schwedischen Kinderbuch schrieb, hatte am Sonntag Premiere und verzauberte das Publikum in der Kleinen Bühne von Anfang an. Schon die von Udo Schneeweiß geschaffene Puppe der Titelfigur ist ein anrührend zartes und verletzliches Wesen, das man sofort in sein Herz schließt.

Der kleine Kerl, der da aus einem Papierkorb befördert wird - einfach weggeworfen und noch ohne Namen - bringt bald das eintönige Leben von Algot Storm auf Trab. Am liebsten würde dieser mit seinem Schützling in einen Spielzeugladen gehen, einen großen Eisbecher essen oder eine Gondelfahrt machen - das aber kann sich der ältere Herr nicht leisten. Stattdessen richtet er in einem Pappkarton für den Winzling ein Bettchen her, gibt von seinem kargen Essen ab, näht ihm ein Hemd, lehrt ihn das Laufen ... Und immer wieder bittet das Findelkind: "Hilf mir mal!"

Klaus Frenzel, der auch die Regie übernommen hat, erzählt unaufgeregt vom Wachsen einer Freundschaft und von menschlicher Wärme. Sensibel und auch mit Witz führt Michael Schmidt die Puppe, die so einiges lernt, und zeigt das große Herz eines Mannes, der seit seinem Fund weniger einsam ist.

 


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